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Australiens Absatzkrise verschärft sich


(11.03.2006) -  

Während "gewöhnlich gut informierte" Marktbeobachter in Australien immer noch mit einem Wachstum des Weinabsatzes rechnen - insbesondere der Export soll bis 2010 um jährlich 10 Prozent wachsen (wir berichteten) -, vermitteln die aktuellen Zahlen ein deutlich kritischeres Bild. Insgesamt gingen die Ausfuhren im Jahr 2005, glaubt man den jüngsten Zahlen des Australian Bureau of Statistics, nämlich um 4,2 Prozent zurück - Rotweine um 9,3 und Weiße um 1,3 Prozent - anstatt zuzulegen.

Dieser Rückgang betraf vor allem den Binnenmarkt, aber auch der Export zeigte Schwächen. Im Vergleich zu Dezember 2005 sanken die Ausfuhren um 26,6 Prozent, im Jahresvergleich zu Januar 2005 um 0,3 Prozent, wertmäßig sogar um 4,5 Prozent. Das bedeutet auch, dass die Erlöse pro Liter weiterhin deutlich geringer werden.

Auch der Verkauf von Brandy, aufgespriteten Weinen und Wermut war rückläufig, im Falle der Branntweine sogar um 44,7 Prozent. In dem tristen Panorama zeigten sich nur die Prickler von einer erfreulicheren Seite: Schaumweine legten um 4,5 Prozent, imprägnierte Perlweine sogar um 17,4 Prozent zu. Die schlechten Zahlen schlugen sich darüber hinaus bei den größten Erzeugergruppen in deutlich "verbesserungsfähigen" Resultaten nieder. Die Gewinne von McGuigan Siemon Wines fielen um 51 Prozent niedriger aus als im Vorjahr, die von Foster's im zweiten Halbjahr 2005 sogar um 62 Prozent.


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